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Diese Provinz liegt ungefähr im Zentrum der Kette des Zagrosgebirges zwischen dessen Ausläufern und der Provinz Isfahan. Diese Provinz grenzt im Norden und Osten an die Provinz Isfahan, im Westen an die Provinz Chusestan und im Süden an die Provinz Kuhgiluje-wa-bujer-ahmad. Diese Provinz hat eine Fläche von 16 532 km² und liegt zwischen 31°14' und 32°47' nördlicher Breite sowie 59°49' und 51°24' östlicher Länge. Entsprechend der jüngsten politischen Einteilung des Landes hat diese Provinz fünf Bezirke, 17 Städte, 10 Gemeinden und 34 Dorfgemeinden. Geographie und Klima Der höchste Punkt der Provinz ist das Zard-kuh-e-bachtiari-Gebirge mit 4548m, der tiefste Punkt ist das Gebiet von Sepid-dascht und Lordegan. Die höchsten Gebirge dieser Provinz sind Zard-kuh, Bos-kuh, Sabs-kuh, Sefid-kuh u. a. In dieser Provinz entspringen, weil sie generell gebirgig ist und in ihr viel Schnee fällt, zwei große Flüsse der Karun und der Sajande-rud. |
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spendern des Iran, von denen heute die Provinzen Tschaharmahal-o-bachtiari, Isfahan und Jasd versorgt werden. In Höhen über 2000m schneit es von der Mitte des Herbstes bis zum Beginn des Frühlings, aber in den tiefgelegenen Gebieten erreicht die Temperatur im Sommer 40°C. Aus diesem Grund schwankt die Temperatur in diesem Gebiet zwischen 35,2 und 15,6°C während des Jahres. Die jährliche Niederschlagsmenge ist 426mm und die Anzahl der Tage mit Frost ist 127. Das Klima dieser Provinz wird durch die Winde und die Luftmassen des Westens des Irans geprägt. Bevölkerung und Wirtschaft Nach der Volkszählung des Jahres 1996 betrug die Bevölkerung dieser Provinz 761168 Personen. Davon lebten 45% in den Städten und 54,8% in den Dörfern und der Rest waren Nomaden. Von der Gesamtbevölkerung über 6 Jahren waren 77%Alphabeten. Diese Provinz ist ein Gebiet verschiedener Stämme und dies führte dazu, dass die Lebensweise, die Bräuche und die Bauweise der Dörfer der Eigenart der Nomadenstämme entsprechen. Man kann im Westen dieser Provinz noch immer das Leben dieser Stämme kennen lernen. Die Wirtschaft dieser Provinz ist vor allem durch Viehzucht geprägt und entsprechend der relativ hohen Niederschläge in diesem Gebiet ist die Landwirtschaft auch sehr ertragreichen. Die wichtigsten Produkt dieser Provinz sind Feldfrüchte. Insgesamt werden 70,4% der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche für Ackerbau verwendet. Danach kommt der Anbau von Futtermitteln, für der 21,3% der landwirtschaftlichen Fläche verwendet wird. Im allgemeinen kann gesagt werden, dass das Leben und die Wirtschaft der Menschen in dieser Region auf Viehzucht und Ackerbau aufgebaut sind. Daher hat auch die dörfliche Handwerkskunst große Bedeutung und Wert, die Molkereiprodukte dieser Provinz sind sehr bekannt. Auch das Fleisch vieler Nachbarprovinzen kommt aus dieser Gegend. Die wichtigsten Industriezweige in diesem Gebiet sind das Teppichknüpfen, die Kelimherstellung und die Herstellung anderer Textilien. Handwerkskunst Die Handwerkskunst spielt in dieser Gegend eine wichtige Rolle. Sie ist das traditionelle Arbeitsgebiet der Frauen. Dabei kann besonders die Teppichknüpferei genannt werden, die die berühmteste Industrie in diesem Gebiet ist. Die Bachtiari-Teppiche sind von den qualitativ besten Teppichen des Irans, die viele Käufer haben. Ein anderes Kunsthandwerk ist das Filzwalken, "Namadmali": Aus Wolle wird ein besonders dicker Stoff gefertigt, der als Bodenbelag und auch für Kopfbedeckungen und Kleidung verwendet wird, die sehr warm ist. Die Bachtiaris brauchen ihn besonders in den kalten Nächten des Winters, z. B. für das Hüten der Schafe oder als Bodenbelag in den Zelten. Auch die Haubenerzeugung, Giweduzi, das heißt die Anfertigung spezieller Schuhe, die mit Wollfäden genäht werden, und die Herstellung von Siahtschador, das sind Schwarze Zelte aus Ziegenhaaren, sind bekannte Traditionen in diesem Gebiet. |
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| Frauen der Bachtiarinomaden in traditionellen Gewändern | ||||||||||||||||||||||||||||||||
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Kultur, Sprache und Religion Die Bevölkerung dieser Region spricht "Lori," das einer von den bekannten lokalen Dialekten im Iran ist. Diese Sprache wird in dieser Provinz, in Lorestan und in Teilen von Fars und Jasudsch gesprochen. Die Menschen waren bis zum Auftreten des Islams Anhänger der Lehre Zarathustras. Diese Provinz wird immer mit in Zelten lebenden Nomaden verschiedener Stämme identifiziert. Die Art ihres Lebens ist eine der interessantesten Sehenswürdigkeiten dieses Gebietes. Die neuesten Statistiken zeigen, dass mehr als 10000 Familien "Bachtiari-Nomaden" sind. Sie ziehen im Winter in die Steppen im Osten von Chusestan und im Sommer in die Gebiete Tschaharmahal-o-bachtiaris: Ab Ende Mai bleiben sie in der Gegend von Zard-kuh-e-bachtiari und den Ausläufern des Zagros-Gebirges. Wenn das Wetter abkühlt, beginnen sie wieder in den Süden zu ziehen. Ihre religiösen Zeremonien und Volksfeste sind sehr sehenswert. Die wahrscheinlich frohesten und größten Feste sind die Hochzeitsfeiern. Die meisten Heiraten finden innerhalb der Familien statt. Weil sie mehr Arbeitskräfte für die Viehzucht und ihre Lebensweise brauchen, heiraten die Männer häufig mehr als eine Frau. Darüber hinaus feiern die Bachtiaris auch andere religiöse und nationale Feste insbesondere das Eid-e nouruz, den dreizehnten Tag nach dem Fest (Sisdah be-dar) und die Geburtstage des Propheten und der Imame. Diese Feste werden mit ihrem traditionellen Tanz und ihrer Musik gefeiert, die mit dem speziellen Bachtiari-Gedicht verbunden ist. Diese Musik hat besondere Stilarten, die „Maqam“ der Lori-Musik: "Maqam-e-galledari," "Maqam-e-barzegari," "Maqam-e-abulqassem-chan" und "Magam-e-schir-ali-mardan,... insgesamt ungefähr 25 verschiedene Arten. Jeder Stamm hat einen Sänger, den "Tuschmal." Dieser singt sowohl bei Hochzeiten als auch bei Trauerfeiern und hat einen sehr bedeutenden Rang. Ohne ihn kann keine Hochzeit stattfinden. Ihre wichtigsten Instrumente sind "Kurnah,(Trompete) "Dohol" (große Trommel, dievon einer Person getragen und von einer anderen geschlagen wird) und "Sornah" (Schallmeie). |
Die traditionellen Lieder werden in lorischem Dialekt vorgetragen. Dazu gibt es die traditionellen Volkstänze, wie den Hochzeitstanz, den „Taschentüchertanz,“ den "Ruhigen Tanz", den "Schnellen Tanz" und den Statuentanz, bei dem Stillgestanden werden muss, wenn die Musik unterbrochen wird. Geschichte Nach den Berichten der Geschichtsschreiber regierte am Ende der Sassanidenzeit ein Herrscher namens Faramarz, der Zoroaster war, im heutige Bachtiari. Nach diesen Quellen war auch die Bevölkerung in diesen Gebieten zoroastrisch. In der Zeit der Regierung der Abassiden regierten zwei Brüder in Lorestan, das geteilt war in Lore-bozorg, "groß-Lor," das die heutigen Gebiete von Kohkeluje wa boje rahmat umfasst und Lore-kutschak, "kleines Lor," das der heutigen Provinz Lorestan entspricht. Danach regierte die Dynastie von Ata-bakan Fazulije für 300 Jahre, bis es den Mongolen gelang dieses Gebiet zu erobern und sie dort regierten. Seit dem Beginn der Safawidendynastie ist mehr über die Geschichte dieses Gebiets bekannt. In dieser Zeit regierte dort ein Zweig der Bachtaris, die Astrik genannt wurden.Ein Mann namens Tadschmir herrschte dort auf Befehl von Schah Esmail I. Aber er weigerte sich in der Zeit von Schah Tahmasp Steuern zu zahlen, worauf er auf dessen Befehl getötet wurde. Um die Bezahlung der Steuern zu ordnen, wurde das Gebiet in zwei unabhängige Gebiete geteilt, die Haft-leng und Tschahar-leng genannt wurden. Nach der Dynastie der Tadschmiris regierte eine Person namens Mir Dschahangir Chan Bachtiari und danach sein Bruder.Nach dessen Entmachtung übernahm Muhammad Taqhi Chan Tschahar-leng die Führung des Stammes. Seit der Mitte der Qadscharenzeit regierten Hossein Goli Chan und seine Dynastie. Bis zur Zeit der Pahlawiden blieb das Regierungssystem mit den Chans bestehen. Die Geschichtsforschung zeigt, dass seit dem Ende der Safawidenzeit dieses Gebiet unter den Herrschaft von Chans stand. Diese waren, ähnlich wie die Adeligen in Europa, Großgrundbesitzer. Das Volk wurde in zwei Gruppen eingeteilt: Die Bauern, die meist Viehzucht betrieben, mussten Steuern zahlen. Darüber hinaus gab es die Soldaten. |
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| Rast von Bachtiari-Nomaden | ||||||||||||||||||||||||||||||||
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ten. Diese militärischen Kräfte hatten großen Einfluss auf die Zukunft des Landes. Sie waren von bestimmten Stämmen und brachten auch andere Gebiete unter ihren Einfluss. Zum Beispiel schlugen die Einheiten von Bachtiari die Afghanen am Beginn der Afscharitenzeit in diesem Gebiet zurück und sie unterstützten auch Nader Schah bei seinem Angriff auf Indien. In der Zeit der Qadscharen erklärte der Regent, Muhammad Taghi-Chan Tschahar-leng, seine Unabhängigkeit und regierte mit der Unterstützung der Engländer einige Zeit unabhängig in diesem Gebiet. Während der Regierung der Safawiden, Afschariten, Zands und Qadscharen waren die meisten militärischen Kräfte des Landes von den Bachtiaris. Sie stellten sogar die Spezialeinheiten für den Schutz der Hauptstadt und des Hofes. Dies ging so weit, dass ihre Chans in der Qadscharenzeit großen Einfluss in der Regierung hatten. Sie regierten mit der Erlaubnis des Schahs als absolute Befehlshaber in ihren Gebieten. Nach der Maschrutiat- ("Konstitutions"-)Revolution kam 1918 Samsam-o-Salteneje-Bachtiari als Kanzler an die Macht. Diese Revolution wurde von den Intellektuellen des Landes getragen, die die Macht des Schahs beschränkten wollten. Sie forderten ein Parlament mit Abgeordneten, die |
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vom Volk gewählt werden, und mehr Freiheiten, z. B. Pressefreiheit.gab er diesem
Gebiet keine Möglichkeit einer eigenständigen Regierungsgewalt. Viele von den
großen Chans wurden verhaftet, kamen ins Gefängnis oder wurden hingerichtet.
Deshalb leisteten viele von den militärischen Einheiten der Bachtiaris Widerstand
und der Schah entwaffnete sie nach einigen Kämpfen. Da die Staatsordnung in
dieser Zeit geändert wurde, ernannte man dieses Gebiet zu einer regulären Provinz,
die von der Zentralregierung verwaltet wurde.
Schahr Kurd In den Geschichtsquellen wird ein Ort namens "Tschaleschtor" als Regierungssitz in der Gegend von Schahr Kurd erwähnt, dessen Mauern noch immer sichtbar sind. Vom heutigen Schahr Kurd wird gesagt, dass es ein militärischer Stützpunkt war, der "Dehkurd" genannt wurde. Ungefähr seit dem Jahre 1920 wurde von der Zentralregierung für diesen Ort ein Gouverneur bestimmt und auch öffentliche Ämter eingerichtet. Bis ungefähr 1960 wurden Dehkurd und Tschaharmahal-o-bachtiari von Isfahan aus verwaltet und danach bis 1972 war Schahr Kurd die Regierungsstadt von Tschaharmahal-o-bachtiari. Vor einigen Jahren wurde dieses Gebiet zu einer eigenen Provinz. Schahr Kurd ist die höchstgelegene Stadt des Irans und weist daher ein kühles Klima auf. |
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| Der Bazoft-Fluss | ||||||||||||||||||||||||||||||||
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Touristenattraktionen Naturschönheiten Das Gebiet von Tschahar mahal-o-bachtiari ist eines der unberührtesten Gebieten des Landes. Dieses Gebiet hat wegen der vielen Berge ertragreiche Niederschläge im Winter. Aus diesem Grund gibt es eine große Zahl von natürlichen Sümpfen, Mooren und Teichen, um die viele verschiedene Tiere, besonders Vögel, leben. Viele Zugvögel kommen auch zu Gewässern, die im Sommer austrocknen. In den Gebirgsgegenden gibt es ausgedehnte von Blumen bedeckte Wiesen. Viele Wälder und Buschgebiete sind ein Lebensraum für zahlreiche Tierarten. Die größten Sümpfe sind "Talab-e-suleigan," der eine Fläche von über 8km² umfasst und "Talab-e-tschagachur," mit 2300ha, beide wunderschöne Naturgebiete. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Flüsse, deren Quellgebiete in den Höhen sind. Davon können besonders Zajande-rud und Karun, der der größte Fluss des Irans ist, genannt werden. Dieses Gebiet umfasst außerdem Wasserfälle, die zur Schönheit der grünen Natur dieses Gebiets beitragen. Hier liegen außerdem einige der höchsten Berge des Irans, deren Höhe über 4500m ist. An den Hängen dieser Berge gibt es neun Monate im Jahr die Möglichkeit Schi zu laufen, aber auch zum Boot- und Radfahren. Das Pferdereiten und Polo "Tschouganbazi" sind traditionelle Sportarten in dieser Region. Da es viele Kalkberge gibt, sind in diesem Gebiet viele weitverzweigte Höhlen, die sich für Höhlen- wander ungen eignen. |
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| Hochzeitstanz der Bachtiarimänner | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| In der Provinz Tschahar Mahal-o-bachtiari gibt es in den Berg- und Waldgebieten viele verschiedene Wildtiere, von denen besonders Braunbären, Leoparden, Bergziegen, Widder, Rotfüchse, Schakale und Hasen genannt werden können. Darüber hinaus gibt es besonders schöne und seltene Vögel und Wasservögel. | ||||||||||||||||||||||||||||||||
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