Sa'di,

der Sultan der Rhetorik

Der 21. April ist der Tag der Würdigung von Sa'di, des "Sultans der Rhetorik." Wenn wir aus dem Schatz der gesamten persischen Lyrik die berühmtesten Dichternamen erwähnen möchten, müssen wir sicherlich nach Hakim Abu-l-Qasem Ferdousi, der der Weise (Hakim) der Rhetorik genannt wird, Sa'di erwähnen. Zweifelsohne kommt danach Hafes. Sie sind drei Säulen der Kultur der Sprache der persischen Literatur. Sein voller Name war Scheich Muscharaf-ud-Din Mosleh Sa'di Schirazi. Das Datum seiner Geburt weiß niemand genau, aber alle haben entsprechend seiner eigenen Angabe im Text seines Golestan das Jahr 1209 n. Chr. angenommen. Sein Sterbedatum wird unterschiedlich angegeben. Die Angaben über sein Ableben schwanken zwischen 1291 und 1296 n. Chr.

Die Vorfahren von Sa'di waren nach seinen eigenen Angaben alle große religiöse Persönlichkeiten. Doch verlor er seinen Vater bereits in seiner Kindheit. Aber sein Großvater mütterlicherseits, Mas'ud ibn-Mosleh Farsi, lehrte ihn die Grundlagen der Literatur und der religiösen Rechtswissenschaft. Danach ging er für die Vervollständigung seines Studiums nach Bagdad. Er lernte viele Jahre in der Madreseh Nezamije und wurde in verschiedenen islamischen Wissenschaften zu einem bedeutenden Gelehrten. Diese Schule, die durch Chadsche Nezam-ul-Mulk gegründet worden war, war in jener Zeit von den renommiertesten wissenschaftlichen Schulen. Die Nezamije-Schulen hatten in der ganzen islamischen Welt einen großen Ruhm. Es gab sie damals auch in Neischabur, Harat, Rey und anderen Städten. Diese Schulen wurden unter der Aufsicht der Regierung verwaltet und hatten eine besondere Ordnung. Sie sind von den ältesten Universitäten der islamischen Welt, die bis zum Einfall der Mongolen aktiv waren. Die berühmtesten Gelehrten der islamischen Welt waren Absolventen dieser Schulen und man kann sagen, dass die Nezamije von Bagdad die berühmteste dieser Schule war.

Sa'di reiste sehr gerne, er sagt selbst: "Ich bereiste die ganze Welt und lebte mit sehr vielen Menschen (d. h. er lernte sie und ihre Lebensweise kennen)." Nach seinem Aufenthalt in Bagdad ging er nach Hidschas(arabische Halbinsel), Scham (Syrien), den Libanon und Rum (Byzanz) in das heutige Kleinasien. Mehrmals machte er zu Fuß eine Pilgerreise von Bagdad nach Mekka. In seinen Reisen nach Osten besuchte er die Gebiete von Kaschgar, Indien. Danach kehrte Sa'di, der seine Reisen im Jahre 1223/1224n.Chr. begonnen hatte, im Jahre 1257n.Chr. nach Schiraz zurück und verfasste im gleichen Jahr sein berühmtes Buch "Bustan." Er begann seine Bücher, Resalah und Gedichte zu schreiben, führte aber nochmals eine Pilgerfahrt nach Mekka durch.Die Werke von Sa'di können wir in Nazm (Gedichte mit Rhythmus und Reim) und Nasr (Prosa) unterteilen. Seine Werke sind folgende Bücher: „Bustan“ (grüner Garten), „Golestan“ (Blumengarten), „persische und arabische Qasiden“ (Elegien), „Ghazaliat“ (lyrische Gedichte), das in

vier Bände unterteilt ist, „Tardschi'band“ (Gedichte bestehend aus zwei reimenden Halbversen), „Qata'at“ (Stücke von Gedichten), „Roba'iat“ (Roba’i, Vierzeiler), „Mofradat“ (Einzelvers bestehend aus zwei Halbversen), „Suknameh“(Trauergedicht), „Molamma'at wa Mosallasat“ (Zweisprachige arabisch-persische Gedichte)...

Die Werke von Sa'di haben folgende Besonderheiten:

1. Sa'di hat die einfachsten, passendsten und besten Wörter gewählt, um sich auszudrücken.

2. Er verwendet Begriffe in einer besonderen Weise und gibt ihnen eine neue Bedeutung, in der sie vor ihm nicht verwendet wurde.

3. Er macht seine Texte nicht so lange, dass der Leser ermüdet wird oder so kurz, dass der Leser die genaue Bedeutung der Wörter nicht versteht.

4. Er macht direkte und verständliche Aussagen, in denen keine Unklarheiten und Zwiespältigkeiten liegen.

5. Er behandelt verschiedenste Themen, sodass der Leser viele moralische, politische und gesellschaftliche, religiöse und geschichtliche Lehren erhält. Seine geschriebenen Werke sind voll von weisen Ermahnungen .

6. Die literarischen Vorschriften werden von ihm überaus genau eingehalten, alle Grundlagen der Regeln der Literatur wurden in seinen Werken hervorragend berücksichtigt.

Das was Sa'di über die Grundlagen seiner Überzeugung sagen wollte, hat er im Buch Bustan beschrieben. In diesem reichhaltigen Buch spricht er über die Welt und die menschliche Gesellschaft. Er sucht nach Schönheit, Helligkeit, Reinheit und dem Streben nach Gerechtigkeit in ihr. In der von ihm entworfene ideale Welt wider fährt allen Gerechtigkeit und sie ist erfüllt davon. Sa'di möchte, dass die Herrscher die Welt aufbauend auf Gerechtigkeit regieren. Er sagt, dass die ideale Herrschaft in Übereinstimmung mit dem religiösen Gesetz (Schari’a) sein muss. Der beste Weg ist der Dienst für die Menschen. Die Persönlichkeiten seiner Bücher sind Menschen, die mitfühlend sind und einander helfen. Er spricht sehr viel von der moralischen Reinhaltung der Frauen. Wenn eine Frau ihre ethische Integrität erhält, braucht ihre äußerliche Schönheit oder Hässlichkeit nicht beachtet werden. Er sagt, damit das Leben fortgeführt und Mann und Frau zusammenleben können, müssen sie einander verstehen, zum Verzicht bereit sein und die auftretenden Schwierigkeiten von Seiten des Anderen ertragen können.

Seine Ghazalen sind eine mystische Essenz, die aus Liebe und Gnostik zusammen gesetzt ist. Dies führt dazu, dass sie dem Geschmack aller Menschen entsprechen. Seine Gedichte schätzen nicht nur die Iraner, die mit der persischen Literatur vertraut sind, sondern auch die Menschen in der ganzen Welt. Z. B. wurde über dem Eingang des Gebäudes der Vereinten Nationen ein Gedicht von Sa'di geschrieben, das die Völkergemeinschaft als eine Botschaft wählte, die am besten die Bedeutung des Ursprungs der Menschenrechte wiedergibt:

Seine Ghazalen sind eine mystische Essenz, die aus Liebe und Gnostik zusammen gesetzt ist. Dies führt dazu, dass sie dem Geschmack aller Menschen entsprechen. Seine Gedichte schätzen nicht nur die Iraner, die mit der persischen Literatur vertraut sind, sondern auch die Menschen in der ganzen Welt. Z. B. wurde über dem Eingang des Gebäudes der Vereinten Nationen ein Gedicht von Sa'di geschrieben, das die Völkergemeinschaft als eine Botschaft wählte, die am besten die Bedeutung des Ursprungs der Menschenrechte wiedergibt:

Die Kinder Adams sind die Glieder eines Körpers, in ihrer Schöpfung haben sie eine Essenz.

Wenn einmal eines unserer Körperglieder schmerzt, bleiben die anderen nicht in Ruhe!

Dich, der du von dem Leid der Anderen unbeeindruckt bleibst, können wir nicht als "einen Menschen" bezeichnen.

Der 21. April dieses Jahres war der Tag der Ehrung von Sa'di und aus diesem Anlass versammelten sich hunderte Literaturwissenschaftler bei seinem Grab in Schiraz und würdigten sein Andenken.

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