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Die Nachfolger Dareius |
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Die Regierung Dareius war der Höhepunkt des Reiches und der Zivilisation der Achaimeniden. Ungefähr eineinhalb Jahrhunderte lebte das Reich aufgebaut auf das Fundament, das Kyros geplant und Dareius erbaut hatte. Natürlich erlebte das Reich noch glückliche Perioden der Entwicklung und dies verdankte die iranische Nation einigen außergewöhnlichen Persönlichkeiten, die den Thron Dareius einnahmen. Nach der Niederlage von Chaschjarschah in Griechenland hat für mehr als ein Jahrhundert niemand von den Königen sein Heer wie Kyros und Dareius geführt. Das Wetteifern und Verschwörungen in der Umgebung des Königs, die Ermordung von Mitgliedern des Königshauses, die der Krönung jedes Königs folgten, führten zu einem solchen Aderlass dieser Familie, dass als Nachfolger Ardaschir III. außer einem entfernten Verwandten, Dareius III. Codoman, sich niemand als Nachfolger fand. Die Regierung Chaschjarschahs (486-465) Dareius hatte Chaschjarschah zu seinem Nachfolger bestimmt. Chaschjarschah hatte davor 12 Jahre die Statthalterschaft in Babylon inne gehabt und trat danach die Thronfolge an. Seine erste Handlung war die Niederschlage der Unruhen der Ägypter, was ihm auch gelang. Dareius hatte Chaschjarschah zu seinem Nachfolger bestimmt. Chaschjarschah hatte davor 12 Jahre die Statthalterschaft in Babylon inne gehabt und trat danach die Thronfolge an. Seine erste Handlung war die Niederschlage der Unruhen der Ägypter, was ihm auch gelang. Er liebte es Schlösser und große Bauwerke zu errichten und hatte keine Neigung zu Kriegen. Aber das Beharren der Militärbefehlshaber seines Vaters und das große Heer, das er hatte, brachten ihn dazu, das Werk seines Vaters bei Feldzügen fortzusetzen und er brach Richtung Griechenland auf. Diesmal hatte Chaschjarschah beschlossen, vor allem durch Bodentruppen seine Siege zu erreichen. Der Schah konnte in der ersten Phase große Gebiete Griechenlands einnehmen, bis er die Akropolis, die das Zentrum der Hauptstadt Griechenlands war, eroberte. Allerdings hatte Chaschjarschah bei diesem Krieg auch seine Seestreitkräfte genützt, aber die Flotte wurde durch einen Sturm vernichtet. Die Bodenstreitkräfte, die eine große Armee waren, konnten bis zur Eroberung von Athen die Ziele des Schahs erreichen. In diesem Krieg kämpften die Ägypter, Spanier, Nordafrikaner und Phönizier an der Seite der Perser. Weil die Flotte im Sturm zerstört worden war, ließ Chaschjarschah ihren Oberbefehlshaber hinrichten. Er |
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war ein Phönizier und dies führte dazu, dass sich die Phönizier und auch die Ägypter, die eine enge geschichtliche Beziehung zu ihnen hatten, von der Armee des Schahs trennten. Chaschjarschah lies Mardonius als seinen Statthalter in Griechenland und kehrte nach Persien zurück. Dieser führte mit den Griechen Verhandlungen durch und schlug ihnen vor, mit ihnen eine Einheit mit Persien zu bilden. Er war sogar bereit ihnen Schadenersatz zu bezahlen. Aber dieser Vorschlag führte zu keinem Ergebnis und die Griechen versammelten wieder ihre verstreuten Streitkräfte. Sie rüsten ihre Armee erneut aus und begannen im Jahre 479 einen weiteren Krieg in dem Mardonius getötet und die iranische Flotte von den Griechen geschlagen wurde. Dies führte zum Rückzug der iranischen Armee sogar aus allen Gebieten, die Dareius erobert hatte, in das Mutterland. Diese Niederlage führte in Wirklichkeit zu einer Schwächung der Achaimeniden-regierung und zum Rückzug aus allen europäischen Gebieten. Der Anfang der Schwächung und Eingrenzung ihrer Herrschaft war gelegt. Die Herrschaft Ardeschir I. (465-424 v.Chr.) Als Ardeschir den Thorn bestieg, versuchte sein Bruder Schahrban ihn zu ermorden, doch dies misslang und führte dazu, dass nicht nur er sondern auch alle anderen Brüder des Königs hingerichtet wurden. In seiner Zeit machten auch die Ägypter einen Aufstand, aber Ardeschir konnte diesen nicht nur niederschlagen, sondern auch die griechisch-athenischen Truppen im Nildelta besiegen. Da bemerkte Ardeschir, dass er gestützt auf materielle Mittel wie Gold seine Politik in dieser Region erfolgreich fortführen konnte. Durch Gold gelang es ihm, zwischen die Spartaner und die Athener eine große Kluft zu treiben. Aber durch das Wirken von Cimon wurde zwischen ihnen wieder eine Annäherung erreicht, ein Bündnis geschlossen und schließlich führten sie gemeinsam Krieg gegen den Iran. Dies führte dazu, dass sich die iranischen Soldaten aus vielen Gebieten der Griechen zurückziehen mussten. Aber es gelang dem König nochmals durch Gold zwischen ihnen eine Spaltung herbeizuführen. In der Mitte des fünften Jahrhunderts, mit dem Auftreten von Perikles, begann eine Blütezeit Athens. In dieser Zeit erlangte Athen große wirtschaftliche Bedeutung, das Land wurde sehr wohlhabend, neue politische und gesellschaftliche Gedanken und Ideen entstanden. Dies führt dazu, dass sich demokratische Vorstellungen in Griechenland verbreiteten. |
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| König Dareius | |||||||||||
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Hier wird deutlich welcher Unterschied zwischen der iranischen und griechischen Regierung in jener Zeit bestand: Im Iran war der Druck der Regierung auf das Volk sehr groß, viele Städte wurden zerstört, viele Volksgruppen und Stämme wurden vernichtet. Auch die armen Bauern mussten schwere Steuerlasten tragen. Dies führte dazu, dass viele östliche und westliche Gebiete des Reiches aus dem Regierungsbereich herausbrachen. Aber Ardeschir war zu den Juden so wie sein Großvater Kyros sehr freundlich. Er erlaubte ihnen den Tempel erneut zu errichten und diejenigen, die in den Iran gekommen waren, erhielten die Erlaubnis nach Jerusalem zurückzukehren unter der Auflage, dass sie unter allen Umständen dem König treu sein müssten. In der Zeit Ardeschirs wurden die kulturellen Beziehungen zwischen Iran und Griechenland erweitert und diese Annäherung führte dazu, dass es zu vielen kulturellen Veränderungen kam. Viele griechische Historiker konnten Ägypten, Iran und Babylonien besuchen und mit den dortigen Gelehrten eine Beziehung herstellen. Es war in dieser Zeit, dass Herodot sein berühmtes Geschichtswerk unter dem Titel "Reise durch die Welt" verfasste. Diese kulturellen Beziehungen hatten große Auswirkungen auf die gegenseitigen Kenntnisse. Die Herrschaft Dareius II. (424 - 405 v. Chr.) In seiner Regierungszeit widmete sich der König vor allem diplomatischen und politischen Aktivitäten. Dadurch konnte er viele Pläne mit Hilfe von Gold verwirklichen. Bei seiner Politik unterstützte er manchmal die Athener und manchmal die Spartaner. So unterstützten die Athener Sardes als er Schahrban, also Gouverneur, war, aber die Sparter waren auf der Seite des Königs. Später führte der König neuerlich Krieg gegen die Athener, konnte seine verlorene Regierungsgewalt in griechischen Gebieten zurückgewinnen und die Griechen mussten iranische Stützpunkte in ihrem Land errichten. Die 19-jährige Regierungszeit verbrauchte Dareius II größtenteils für politische Intrigen. Bei viele Vorgängen war der König ohnmächtig. Z. B. machten die Meder und auch die Ägypter einen Aufstand bei dem sie einen Teil des jüdischen Tempels zerstörten, aber die Regierung war machtlos. Aus diesem Grund verlies der König niemals seine Hauptstadt. Nur einmal am Ende seines Lebens verließ er sie für den Krieg gegen Cadosisens und danach starb er. |
Die Herrschaft Ardeschir II. (405-359 v. Chr.) Als Ardeschir die Macht ergriff, wollte ihn sein Bruder Kyros bei der Krönung erdolchen, doch er verzieht ihm nach der Fürsprache seiner Mutter. Er erlaubte ihm nach Kleinasien zu gehen, doch dieser nützte diese Gelegenheit, um erneut gegen seinen Bruder Aufruhr zu stiften. Er wurde aber im Krieg geschlagen und getötet In der letzten Zeit der Achaimeniden-herrschaft hatte das Heer keine so große Bedeutung mehr und der wichtigste Faktor der politischen Aktivitäten war Gold. Zum Beispiel hatte der Schah immer bei den Gegensätzen zwischen den Spartanern und Athenern das Gold ausgenützt, sodass die beiden Gegner jahrelang gegeneinander Krieg führten und ihre Heere komplett vernichteten. Als sie so geschwächt waren, akzeptierten die Griechen alle Friedensbedingungen des iranischen Königs und das was Dareius und Chaschjarschah mit großen Heeren und langen Kriegen nicht erreichen konnten, gelang Ardaschir durch die kluge Verwendung von Gold. Dadurch kamen die Griechen wieder unter iranische Vorherrschaft und mussten Abgaben leisten. Unter diesen Umständen hatten sich die äußeren Bedingungen für den Iran verbessert, aber durch viele innere Probleme kam die Regierung Ardeschirs in Bedrängnis. Dadurch kamen die Griechen wieder unter iranische Vorherrschaft und mussten Abgaben leisten. Unter diesen Umständen hatten sich die äußeren Bedingungen für den Iran verbessert, aber durch viele innere Probleme kam die Regierung Ardeschirs in Bedrängnis. Die inneren Probleme bestanden darin, dass es in den westlichen Gebieten des Reiches zu inneren Gegensätzen kam, die zu Aufständen führten. Einer der Gründe der Unzufriedenheit kam daher, dass die wichtigen Ämter in der Hand einiger Familien waren, das einfache Volk hohe Steuern zahlen musste und den Soldaten keine Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Dies führte dazu, dass zuerst Ägypten unabhängig wurde und danach Phönizien, Syrien und Cypern. Die inneren Umstände verschlechterten sich ständig und schließlich erklärten in den Gebieten westlich vom Euphrat viele Gouverneure ihre Unabhängigkeit. |
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Der Schah setzte für die Wiederherstellung seiner Herrschaft in den Gebieten westlich des Euphrats und den anderen Ländern, die unabhängig gewordenen waren, sein Heer ein. Doch dies gelang ihm nur in wenigen Gebieten, da sie nicht bereit waren, mit ihm zu kämpfen. Einigen Aufständischen wurde verziehen. Doch die örtlichen Unruhen führten zu lokalen Widerstandsbewegungen, die er nicht niederschlagen konnte. Nach einem halben Jahrhundert starb der König. Er wollte die Grenzen des Reiches erhalten, doch die Mittel über die er verfügte, reichten dazu nicht aus. Der Schah setzte für die Wiederherstellung seiner Herrschaft in den Gebieten westlich des Euphrats und den anderen Ländern, die unabhängig gewordenen waren, sein Heer ein. Doch dies gelang ihm nur in wenigen Gebieten, da sie nicht bereit waren, mit ihm zu kämpfen. Einigen Aufständischen wurde verziehen. Doch die örtlichen Unruhen führten zu lokalen Widerstandsbewegungen, die er nicht niederschlagen konnte. Nach einem halben Jahrhundert starb der König. Er wollte die Grenzen des Reiches erhalten, doch die Mittel über die er verfügte, reichten dazu nicht aus. Die Regierung Ardeschir III. (359-338 v. Chr.) Ardeschir III. lies nach der Krönung seine mehr als zehn Brüder und Schwestern alle hinrichten. Er war gewalttätig aber auch ein fähiger Politiker. Daher schlug er den Aufstand einiger Provinzgouverneure mit voller Härte nieder und stellte den Griechen ein Ultimatum mit der Androhung von Krieg, was dazu führte, dass sie sich aus weiten Gebieten zurückzogen. Er schaffte es auch, Ägypten nochmals unter iranische Herrschaft zu bringen. Im Jahre 338 v. Chr. wurde er vergiftet. Im gleichen Jahr beschloss der Mazedonier Philip seinen langandauernden Streit
mit den Griechen zu beenden. Mit der Hilfe seines Sohnes Alexander konnte
er Athen unter seine Kontrolle bringen und die Unabhängigkeit der Griechen
beenden. Philip wurde von einem Verschwörer ermordet. Der Sohn von Ardeschir
III. wurde ebenfalls vergiftet. Nachdem dies geschah, kam Dareius III. Die beiden jungen Herrscher wollten ihre Reiche zu dieser Zeit vergrößern.
Die Armee Alexanders, der sein Reich nach Osten vergrößerte, traf in verschiedenen
Gebieten auf das Heer Dareius. Doch dieser erlitt dabei Niederlagen und wurde
getötet. Alexander brachte das ganze iranische Reich unter seine Kontrolle
und eroberte auch Teile von Indien. Dies führte zur Vernichtung der Herrschaft
der Dynastie der Achaimeniden im Iran und die Herrschaft der Seleukiden begann.
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Gründe für den Aufstieg der Achaimeniden Zu der Zeit, zu der die Achaimeniden das iranische Reich errichteten, hatten auch die Griechen große Macht. Die Achaimeniden prägten und formten die iranische Zivilisation. Sie waren die ersten Herrscher, die die Einheit des Irans herstellen konnten, obwohl sie verschiedene Völker und Stämme in ihrem Reich vereinten. Diese Zivilisation und Kultur beeinflusste nicht das eigene Land sondern auch die Nachbarländer wie Chorasm(heutiges Afghanistan, Pakistan u. a.) und andere Gebiete östlich des Reiches. Dies gelang durch den Aufbau einer funktionierenden Infrastruktur und einer fortschrittlichen Landwirtschaft, zum Beispiel durch die Verwendung der Qanat, d.h. unterirdischer Bewässerungskanäle, eine Methode, die bis zur heutigen Zeit fortgeführt wird. Sie bewirkten auch durch die Förderung von Wissenschaftlern und Astronomen Fortschritte in vielen Wissenschaften, besonders in der Astronomie. In der Astronomie gaben sie der damaligen Welt große Gelehrte. Zum Beispiel gab es in der Zeit von Dareius einen großen Astronomen namens Nabu-ri-mannu, der in Babylon wichtige Arbeit über die Mondfinsternisse durchführte. Einige seiner Berechnungen waren genauer als die von Ptolemäus und Kopernikus. Die Achaimeniden legten wenig Wert auf die eigenen Volkstraditionen und betonten den übernationalen, imperialen Charakter des Reiches. Sie verwendeten sogar die fremde aramische Sprache aus dem Westen als ordentliche Amtssprache im ganzen Reich und übernahmen auch die Schrift dieses Volks. Über den Iran wurde diese Sprache nach Indien gebracht und Kharoshti, das älteste indische Alphabet, wurde unter deren Einfluss verbreitet. Dieser kulturelle und sprachliche Einfluss hatte auch Auswirkungen auf künstlerischem und architektonischem Gebiet. Da die Achaimeniden keine Staatsreligion im Reich hatten, wurden alle Religionen toleriert. Diese Politik führte im Umgang mit verschiedenen Ländern und Kulturen dazu, dass sich verschiedene Religionen bis in den Iran verbreiteten. Wir wissen, dass der Schutz der Juden durch die achaimenidischen |
Herrscher zu ihrer Verbreitung im Iran führte. Sie kamen als Flüchtlinge in der Zeit von Kyros und Dareius und in der Zeit von Ardeschir I konnten sie nach Jerusalem zurückkehren. Obwohl keine Staatsreligion, war der Mithra-Kult die weitverbreitetste Religion im Iran in der damaligen Zeit. Dies führte dazu, dass viele Gedanken des Mithra-Kults auch das Judentum beeinflussten. Es kann gesagt werden, dass die erste kulturelle Kommunikation zwischen dem Osten und dem Westen in der Zeit der Achaimeniden erfolgte. Achaimenidenreiches Andererseits führte ihr selbstzerstörerisches politisches Verhalten wie die Verschwörungen, die gegenseitigen Ermordungen und der Einfluss ihrer Geliebten, Frauen und Mütter auf die Politik zu ihrem Niedergang. Weitere Faktoren dafür waren die Verwendung von Gold als Bestechungsmittel um Verschwörungen herbeizuführen, die Gliederung der Gesellschaft in hierarchisch streng getrennte Stufen und die Bevorzugung von manchen Völkern und Stämmen. Auch ihre Liebe zu Luxus und Bequemlichkeit und die diktatorische Regierung durch die Person des Königs waren weitere Gründe für ihre Niederlage. Auch das Auftreten und die Verbreitung von Ideen und religiösen Vorstellungen, die gegen die diktatorische Regierung gerichtet waren, schwächte ihre Macht. Das Auftreten und die Verbreitung der zoroastrischen Religion führte zum Erstarken der Macht der Hohepriester, die auch viele politische Entscheidungen beeinflussten. Obwohl die zoroastrische Religion nicht Staatsreligion geworden war, hatte sie am Ende großen Einfluss im Achaimenidenreich. Die Führer der Zarathustrier, die Moqan genannt wurden, waren auch ein Gegenpol zur Herrschaft des Königs und konnten so zwar einerseits seine absolute Macht beschränken, führten aber auch zu inneren politischen Gegensätzen. Quelle: "Iran vom Beginn bis zum Islam" v. Dr. R. Ghirshman, ins Persische übersetzt von Muhammad Moin (Teheran, 1985) |
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